| Krisenverlauf und Erkennung |
Nahezu alle Bereiche der Wirtschaft sind heute von einer hohen Dynamik geprägt, die Sie und Ihr Unternehmen vor die anspruchsvolle Aufgabe stellt, ihre Wettbewerbsfähigkeit stets aufs Neue unter Beweis zu stellen.
Aber auch die unterschiedlichsten unternehmensinternen Ursachen können Veränderungen notwendig machen. Unabhängig vom Auslöser - intern oder extern - entsteht in solchen Situationen Handlungsbedarf, dem bereits im Zeitpunkt des ersten "Bemerkens" die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Nur so kann das Abrutschen in eine Ergebnis- oder sogar Liquiditätskrise mit rasant schwindenden Handlungsspielräumen verhindert werden.
Eine Unternehmenskrise wird im Anfangsstadium allerdings häufig nicht ernst genug genommen, weil ihre Symptome in dieser Phase nur unmerklich ausgeprägt sind und daher oft unterschätzt oder nicht erkannt werden:
- Verlust von Stammkunden
- Hohe Außenstände, Forderungsausfälle
- Häufung von Kundenbeschwerden
- Zunehmender Wettbewerb, neue Konkurrenten
- Zunehmender Preisdruck
- Sinkende Produktivität
- Neue Richtlinien oder Gesetze in Diskussion
- Ausgeprägte persönliche Differenzen in der Geschäftsführung (Entscheidungsschwäche)
- Arbeiten bis zur Erschöpfung ohne erkennbare Ergebnisse
- Hohe Mitarbeiterfluktuation
- Nicht aktuelle oder überhaupt nicht verfügbare Zahlen bzw. zu geringe Aussagekraft der vorhandenen Zahlen
- Sinkendes Eigenkapital
- Schrumpfende Liquiditätsreserven
- zunehmender Zahlungsverzug bei Eingangsrechnungen und Schwierigkeiten bei der Bedienung der Kredite
- Häufigere Rückfragen & Vertrauensschwund seitens der Kapitalgeber
- Schlechtere Kreditkonditionen (z.B. Forderung nach höheren Besicherungen, Zinsenerhöhungen, etc.)
- Kürzung der Kreditrahmen
- Lieferstops und schlechtere Lieferkonditionen
- Lieferantenlieferungen nur noch gegen Vorauskassa
- Aufkündigung der Engagements der Kapitalgeber (Fälligstellung der Kreditlinien)
- Klagen
- Exekutionen
- Insolvenzanträge (beispielsweise von der Gebietskrankenkasse)
